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Versandkostenfrei ab 69,00 € · Handbedrucktes Washi aus Japan

KORAMEI

Über Washi

Washi (和紙) bezeichnet traditionelles japanisches Papier. In seiner ursprünglichen, bis heute gepflegten Form wird es von Hand geschöpft — vor allem aus den Bastfasern von Kozo (Maulbeerbaum), Mitsumata und Gampi. Seine Wurzeln reichen bis ins 7. Jahrhundert zurück, als die Papierherstellung über Korea aus China nach Japan gelangte und in der Heian-Zeit zu einer eigenständigen Kunst weiterentwickelt wurde.

Handwerkstradition

Yuzen Chiyogami

Yūzen (友禅) ist eine Färbetechnik aus der frühen Edo-Zeit, benannt nach dem Kyoto Fächermaler Miyazaki Yūzensai (um 1654–1736): Feine Reispaste dient als Reserve, die kunstvolle, oft florale Muster ermöglicht — klassisch in Freihandmalerei, teils auch mithilfe von Schablonen. Chiyogami-Papier entstand als Übertragung genau dieser prächtigen Kimonostoffe wohlhabender Städterinnen der Edo-Zeit auf Papier — bis heute wird es unter anderem in kleinen Kyoto-Ateliers von Hand im Siebdruck gefertigt, je nach Muster oft in fünf bis neun oder mehr Farbgängen. Die traditionellen Motive tragen dabei eigene Bedeutung: Bambus steht für Flexibilität, Kraniche für ein langes Leben, Kirschblüten für die Vergänglichkeit des Lebens und Kiefernzweige für Beständigkeit.

Handwerkstradition

Katazome Washi

Bei Katazome (型染め) trägt eine wiederverwendbare Schablone aus mehrlagigem, mit Kakishibu (fermentiertem Kaki-Tannin) getränktem Kozo-Papier eine Reisstärke-Paste als Reserve auf das Papier auf. Nach dem vollständigen Trocknen und einer Einweichung in Sojabohnensaft (Gojiru) dringt die Farbe tief in die Faser ein, statt nur auf der Oberfläche zu liegen — erst ein letzter Waschgang unter fließendem, kaltem Wasser löst die Paste und legt das fertige Muster frei. Diese aufwendige, mehrstufige Handwerkskunst wird zunehmend selten: Das Kyoto-Atelier Wazome Kogei, eines der letzten verbliebenen Katazome-shi-Betriebe Japans, hat im Februar 2025 geschlossen. Jedes Blatt aus dieser Technik ist damit auch ein Stück lebendiger, zunehmend seltener Papierkultur. Bei unseren Katazome-Papieren besteht das Trägermaterial aus handgeschöpftem Kozo-Papier: Die Fasern werden mit Pflanzenlauge weichgekocht und von Hand geklopft, bevor sie im sogenannten Nagashi-zuki-Verfahren mit einem Bambussieb und pflanzlichem Schleim (Neri) zu einem dünnen, reißfesten Bogen verwoben und anschließend auf Holzbrettern getrocknet werden.

Handwerkstradition

Urushi-Style

Urushi-Style-Papiere ahmen im Look die glänzende Tiefe von traditionellem japanischem Lack (Urushi) nach — eine rein papierbasierte Imitation, kein mit echtem Lack beschichtetes Papier. Häufig im Siebdruck gefertigt, meist in den charakteristischen Farben Rot und Schwarz, oft mit einer markanten, erhabenen Oberflächenstruktur. Robust und flexibel genug für anspruchsvolle Buchbinderei, Kästchenbau und sogar Untersetzer.

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